Warum Teams im Entscheidungs-Kreislauf stecken und wie man ihn durchbricht

Manche Teams denken, um sich zu schützen und nicht, um zu entscheiden. Wenn Diskussionen sich endlos drehen, liegt das selten an mangelnder Kompetenz, sondern an Angst: vor Fehlern, Verantwortung oder Konflikten. Klarheit entsteht nicht durch noch mehr Analyse, sondern durch Bewegung. Design Thinking hilft, Denkzirkularität zu durchbrechen und zwar mit kleinen Entscheidungen, die lernbar und korrigierbar bleiben.

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Die Evolution der Arbeit im Zeitalter der KI

Selbstfahrende Autos zwingen Tausende von Lkw-Fahrern dazu, nach neuen Beschäftigungsmöglichkeiten zu suchen, und Roboterproduktionslinien verändern die Fertigungslandschaft erheblich. Doch das ist erst der Anfang. Mit der fortschreitenden Entwicklung von KI werden auch andere Jobs beeinflusst, wie Lehrpersonen, Ärzte, Finanzberater und Unternehmensberater.

Maschinen können einfach viele Aufgaben besser erledigen als Menschen. Viele hochqualifizierte Berufe folgen einem ähnlichen Arbeitsablauf: Daten sammeln, analysieren, Ergebnisse interpretieren, eine empfohlene Vorgehensweise bestimmen und diese schließlich auch umsetzen: Ärzte diagnostizieren Krankheiten, Finanzberater analysieren Kunden- und Anlagedaten und Unternehmensberater identifizieren geschäftliche Probleme. Die hohe Entlohnung dieser Fachkräfte basiert auf ihrer Fähigkeit, Routineaufgaben effizient zu erledigen, Erfahrungen und Urteilsvermögen bei der Festlegung von Vorgehensweisen zu beweisen, sowie der Fähigkeit, Kunden bei der Umsetzung zu unterstützen.

Jedoch wird KI in absehbarer Zeit die ersten beiden Fähigkeiten übertreffen. Daher müssen Menschen, die in diesen Berufen erfolgreich bleiben möchten, ihre Aufmerksamkeit auf Fähigkeiten richten, die KI schwer nachahmen kann: das Verständnis, Motivieren und Interagieren mit Menschen.

Der Mensch hat Grenzen und ist oft voreingenommen. Ärzte können nicht jede Veröffentlichung in ihrem Fachgebiet verfolgen, Finanzberater können nur begrenzt viele Unternehmenstransformationen erleben, und Menschen können nicht einfach ihre Verarbeitungskapazitäten erweitern. Daher werden Fähigkeiten wie Überzeugungskraft, soziales Verständnis und Empathie im nächsten Jahrzehnt immer mehr geschätzt werden.

Ob gut oder schlecht, diese Fähigkeiten werden für jeden, der in seinem Fachgebiet relevant bleiben möchte, angesichts der zunehmenden Verbreitung automatisierter Systeme von entscheidender Bedeutung sein. Sie können Folgendes dazu tun:

  1. Akzeptieren Sie den Wandel: Anstatt gegen den Fortschritt zu kämpfen, nutzen Sie die Vorteile von KI und maschinellem Lernen.
  2. Identifizieren Sie Ihre Stärken: Welche Fähigkeiten machen Sie einzigartig und wertvoll? Konzentrieren Sie sich auf „menschliche“ Fähigkeiten wie Kommunikation, Problemlösung und Empathie.
  3. Investieren Sie in Ihre emotionale Intelligenz: Lernen Sie, wie Sie Menschen besser verstehen, motivieren und mit ihnen zusammenarbeiten können.

Was Sie zu bieten haben – was Sie besser können als jede intelligente Maschine – ist, eine Beziehung zu den Menschen um Sie herum aufzubauen. Beginnen Sie, diese Fähigkeiten zu fördern und in sie zu investieren, genauso wie Sie es in den eher technischen Teilen Ihrer Karriere tun. Wenn Sie ein hervorragender Motivator, Führungskraft oder Zuhörer sind, werden Sie immer eine wichtige Rolle einnehmen – selbst wenn die Technologie Ihre Branche verändert.

Mit Design Thinking das perfekte Geschenk finden

Hier ist eine Anleitung, wie Sie unvergessliche Geschenke mit dem Design-Thinking-Ansatz finden können. Wir nähern uns mit Riesenschritten der oft stressigsten Zeit des Jahres. Geschenke für geliebte Menschen und entfernte Verwandte auszuwählen, ist nicht immer einfach. Aber wir lieben Herausforderungen und haben unsere Elfenhüte aufgesetzt, um eine Lösung zu finden:

  • Phase 1: Einfühlen: Führen Sie Gespräche, um die Menschen, die Sie beschenken möchten, besser zu verstehen. Natürlich können Sie einfach nur fragen „Was wünscht du dir zu Weihnachten?“, aber das ruiniert mit Sicherheit den Überraschungsmoment. Also müssen Sie diskreter vorgehen, indem Sie Gespräche führen, um so unbekannte Interessen zu entdecken oder zufällige Hinweise zu erfahren. Sie können auch Gespräche mit anderen führen, die diese Person gut kennen, um ein Geschenk zu finden, bei dem der Beschenkte dann denkt „Woher wusstest du das?“
  • Phase 2: Definieren: Die explorative Recherche soll Ihnen dabei helfen, die Probleme und Bedürfnisse des Empfängers besser zu verstehen. Jetzt ist es an der Zeit, darüber nachzudenken, was Sie erreichen wollen: Soll es ein lustiges oder ein praktisches Geschenk sein? Eines, das Freude bereitet, Erinnerungen weckt oder ein Problem löst? In dieser Phase führen Sie alle gesammelten qualitativen und quantitativen Infos zusammen und suchen sich ein Ziel aus, das es zu erreichen gilt. 
  • Phase 3: Ideen generieren: Generieren Sie eine Reihe verrückter und kreativer Ideen. Jetzt heißt es kreativ zu werden. Suchen Sie im Internet, gehen Sie bummeln und seien Sie neugierig, was es draußen alles gibt. Vergleichen Sie Ideen und schauen Sie, was andere so schenken. Das hilft Ihnen, Ihre Wahrnehmung zu verändern. 
  • Phase 4: Experimentieren: Es gilt schnell mehr als eine Idee anzupassen, um das Geschenk zu verbessern. Inzwischen sollten Sie eine gute Vorstellung davon haben, was Sie kaufen oder vielleicht sogar selbst basteln werden, und vielleicht haben Sie bereits einige Einkäufe getätigt. Erinnern Sie sich an den engen Freund des Empfängers, mit dem Sie gesprochen haben? Es ist an der Zeit, dass Sie mit Ihrer endgültigen Idee nachfragen. Überlegen Sie auch selbst: Weckt das Geschenk die Emotionen, auf die Sie in der Definitionsphase abzielten? Hat es diese Ziele erreicht? Stellen Sie sicher, dass Sie Ihre Quittungen aufbewahren, damit Sie das Geschenk umtauschen können, wenn Sie nicht das erhoffte Feedback erhalten (vielleicht haben Sie sich für ein Paar Schuhe in der völlig falschen Größe entschieden).

Die Übergabe Ihres Geschenks an den Beschenkten ist der Moment der Wahrheit. Aber vergessen Sie nicht: Es kommt nicht auf den Inhalt an, sondern auf den Gedanken und die Emotionen, die Sie bei der Auswahl hatten und wie Sie sich mit dem Beschenkten auseinandergesetzt haben.

Viel Freude beim Schenken!

Unsere neuen Workshop- und Trainingsräume in Wien

Ab September 2017 beziehen wir neue Trainingsräume in Wien für unsere Workshops und Trainings.

Aber eigentlich sind es keine Trainingsräumlichkeiten, vielmehr ist es ein speziell für Innovations-Workshop und Design Thinking Jam-Sessions zugeschnittener Raum.

Wir nennen ihn den Design Thinking Space Wien!

Lange haben wir nach der passenden Location gesucht. Endlich haben wir sie gefunden. In diesem Video nehmen wir euch mit auf die Reise zur Entstehung unseres neuen Design Thinking Space in der Brotfabrik Wien. Dabei erzählen wir euch, warum Räume im Design Thinking so wichtig sind. Und ihr bekommt natürlich einen ersten Eindruck von unserem Raum. Dann werdet ihr auch gleich verstehen, warum dieser Ort so besonders für uns ist.

Den Design Thinking Space Wien können Sie natürlich als Seminarraum, Workshopraum oder Veranstaltungsraum in Wien mieten!

Jetzt aber los, auf zum Design Thinking Space:

Und hier finden Sie die nächsten Trainingstermine.

Impressionen von der REConf 2016

In der vergangenen Woche waren Ingrid und ich zu Gast bei der REConf, der Requirements Engineering Tagung, die vom 29. Februar bis 4. März in München stattgefunden hat. Hier möchte ich einige Erfahrungen von der Konferenz teilen und welche Erkenntnisse ich daraus mitgenommen habe.

Die Konferenz stand heuer unter dem Motto „Connecting People – Overcoming Barriers“. Und dieses Motto hat sich auch schön in den einzelnen Tracks wiedergefunden, beispielsweise mit einem eigenem Track zum Thema „Sprache & Kultur“, der sehr gut besucht war. In diesem Track fand auch unser Vortrag zum Thema „Hybrid Thinking“ statt – aber dazu später.

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Gerstbach zu Gast beim „IT Management Podcast“

Als Robert Sieber uns gefragt hat, ob er uns zu einem Interview zum Thema Business Analyse und Design Thinking in der IT einladen dürfte, haben wir keine Sekunde gezögert und zugesagt.
Wir fanden sein Thema sehr spannend und sind immer Feuer und Flamme, wenn andere so wie wir podcasten und ihr Wissen teilen.

IT Management PodcastDie Episode

Die IT steht vor der großen Aufgabe, Probleme der Fachbereiche zu verstehen, zu analysieren und die besten und effizientesten Lösungen vorzuschlagen. Gar nicht so einfach und ohne Business Analysten unserer Meinung nach noch schwerer zu bewältigen. Ausgehend von der Frage, worin genau die Aufgabe von Business Analysten liegt, wie sie tatsächlich Mehrwert für Unternehmen schaffen können und wo die Herausforderung dabei liegt, sprechen wir mit Robert über Chance und Möglichkeiten. Und schlagen dabei natürlich den Bogen zu Design Thinking. Hier geht’s weiter zur Episode 10 – Bessere IT-Services durch Business Analyse und Design Thinking zum online hören und herunterladen.

Über den Podcast

Alle 14 Tage veröffentlicht Robert eine neue Folge seines IT-Management-Podcast – mal mit mal ohne Interviewpartner. In seinem Podcast liegt der Fokus auf (IT)-Service-Management und IT-Governance. Hören Sie doch mal in Roberts IT-Management-Podcast hinein, es lohnt sich!

Design Thinking Coaching an der WU Wien

Was wollen die potentiellen Kunden eigentlich?

IdeenpflanzeDas war die zentrale Frage bei unserem ersten Coaching im InnoLAB am Institut für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien. Im heurigen Wintersemester unterstützen wir als Associated Business und Research Partner die Studierenden des InnoLAB bei der Entwicklung von innovativen Lösungsanstäzen für reale Problemstellungen. Ziel des Kurses ist es, Instrumente und Methoden zur Bedürfnis- und Trendanalyse, sowie Ideengenerierung zu erlernen und innovative Ideen, Lösungsansätze und Funktionsmodelle zu entwickeln.

Die Fragestellung: Real

Im InnoLAB gibt es keine fiktiven Fragestellungen, sondern reale Probleme aus der Wirtschaft: Heuer nutzt ein internationaler Konsumgüterkonzern und ein Babyartikel-Hersteller die Innovationskraft der Studierenden und das Know-How an der Wirtschaftsuniversität Wien. Wir unterstützen dabei als Coaches mit unserer umfangreichen Praxis aus der Unternehmensberatung.

Die Methode: Innovativ

Im InnoLAB wird die Methode Design Thinking angewendet, eine Methode zur Lösung von Problemen und Entwicklung neuer Ideen. Vorgegangen wird dabei in einem sechstufigen Prozess: Verstehen, Beobachten, Definieren, Ideen finden, Prototyp entwickeln und Testen. Das schöne dabei: Der Prozess hilft nicht nur gängige Fallen bei der Entwicklung von Innovationen zu vermeiden, sondern sorgt auch für das richtige „Mindset“, das dabei hilft, mit neuen Ideen erfolgreich zu werden.

Die ersten Schritte: Entscheidend

Am Anfang geht es darum, den Auftrag der „Design Challenge“ zu verstehen und in einer Forschungsphase Empathie mit den potentiellen Nutzern eines Produkts oder einer Dienstleistung aufzubauen. Wichtig dabei: Das Problemfeld möglichst unvoreingnommen und offen angehen und bei den Interviews sich wirklich an den Kern der Kundenbedürfnisse heranarbeiten – anstatt einen vorbereiteten Fragebogen abzuarbeiten.

Genau das war auch die größte Herausforderung unserer Studenten: Denn gute Interviews führen und die wahren Bedürfnisse von Kunden zu ermitteln ist eine lohnende, aber keine leichte Aufgabe! Wir sind schon gespannt auf die Ergebnisse!

Wenn Sie auch an der Methode Design Thinking interessiert sind, schauen Sie doch mal bei www.designthinking-wien.at vorbei!