Goodharts Gesetz im Design Thinking
Im Design Thinking geht es darum, komplexe Probleme zu lösen – mit Empathie, Kreativität und dem Mut, Neues zu probieren. Doch was, wenn KPIs plötzlich wichtiger werden als das echte Nutzerproblem? Wenn wir nur noch das messen, was leicht messbar ist – und dabei das Wesentliche aus dem Blick verlieren? In dieser Episode zeigen wir, wie Goodhart’s Law in Innovationsprozessen wirkt, warum es besonders bei Design Thinking Workshops gefährlich werden kann und wie ihr es schafft, das Richtige zu messen, statt nur das, was messbar ist.
Aus dem Inhalt
Einstieg: Zwischen Empathie und Messen
Design Thinking lebt von Empathie, Kreativität und Offenheit. Aber was passiert, wenn plötzlich das Messbare überhandnimmt? Wir fragen uns, wie leicht man in Innovationsprozessen das echte Nutzerproblem aus dem Blick verliert – besonders dann, wenn KPIs zur Hauptsache werden.
Die Verlockung der Zahlen
Wir geben offen zu: Auch wir lassen uns manchmal von Download-Zahlen verführen. Eine Episode performt besonders gut – und schon ist die Versuchung groß, das Erfolgsrezept zu kopieren. Aber woran lag es wirklich? Vielleicht war es der prominente Gast? Oder nur ein glücklicher Zufall auf Twitter? Genau darum geht es in diesem Abschnitt: Warum wir Zahlen oft falsch deuten – und was das mit Goodharts Gesetz zu tun hat.
Wenn Messen wichtiger wird als der Mensch
Ein persönliches Erlebnis im Krankenhaus bringt es auf den Punkt: Wenn das System nur noch auf seine Kennzahlen schaut, bleiben echte Bedürfnisse auf der Strecke. Ingrid erzählt, wie KPIs im Krankenhause darüber entscheider, ob eine Behandlung durchgeführt wird oder nicht – und was das mit Projektarbeit zu tun hat.
Was bringt uns dazu, so zu denken?
Wir gehen der Sache auf den Grund: Warum richten wir uns so stark nach dem, was leicht zählbar ist? Es geht um Sicherheit, Vergleichbarkeit – und auch um die Angst davor, in komplexen Situationen die Kontrolle zu verlieren. Wir stellen uns die Frage: Verengen Zahlen unseren Blick? Oder geben sie uns Halt in einer unsicheren Welt?
Die Tücken gut gemeinter Steuerung
Goodharts Gesetz trifft genau diesen Punkt: Sobald ein Maß zur Zielgröße wird, verliert es seine Aussagekraft. Wir zeigen anhand eigener Erfahrungen, wie gut gemeinte Steuerung nach hinten losgehen kann – und warum selbst Design Thinking davor nicht gefeit ist.
Raus aus der KPI-Falle: Was wir anders machen können
Zum Abschluss sammeln wir Lösungsideen: Wie können wir mit Zahlen verantwortungsvoll umgehen? Wir sprechen über Haltung, über den Mut zur Reflexion – und über die Notwendigkeit, qualitative Einschätzungen wieder stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Denn nicht alles, was zählt, lässt sich zählen.
Weiterführende Links
- Ingrids Buch „Die 7 Ausreden der Unternehmen“ behandelt Goodharts Gesetzt und andere Denkfehler aus der Business-Welt.
- Das Buch gibt es auch in Englischer Sprache unter dem Titel „Stop Guessing, start Listening“
- Der im Podcast erwähnte Artikel: „Wenn Kennzahlen zu Zielen werden“
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