Lösungsvoreingenommenheit – und warum sie echte Innovation blockiert
Kaum haben wir ein Problem verstanden – oder glauben, es verstanden zu haben – wollen wir zur Lösung. Das ist menschlich, nachvollziehbar – und gleichzeitig gefährlich, wenn wir es mit echten, komplexen Herausforderungen zu tun haben. In dieser Folge schauen wir uns an, warum unser Gehirn so gerne vorschnell handelt – und was das im Design Thinking bedeutet.
Aus dem Inhalt
Warum unser Gehirn auf Lösungen programmiert ist
Kaum haben wir ein Problem erkannt, springen wir in Gedanken schon zur Lösung – ein Automatismus, den viele von uns kennen. In dieser Folge gehen wir der Frage nach, warum unser Gehirn so reagiert und warum genau das gefährlich sein kann – gerade bei komplexen Herausforderungen.
Hochzeitstag trifft Design Thinking
Ingrid erzählt von einer überraschenden Erkenntnis zum Hochzeitstag – und warum die Frage „Willst du eine Lösung oder soll ich einfach nur zuhören?“ nicht nur in Beziehungen wichtig ist. Was das mit Berater:innen, Empathie und gutem Zuhören zu tun hat, erfährst du gleich zu Beginn.
Die Lösung ist verlockend – aber trügerisch
Wir sprechen über die verführerische Kraft einfacher Lösungen und warum sie uns Sicherheit vorgaukeln. Was macht die Suche nach Lösungen eigentlich so angenehm – und warum bringt sie uns trotzdem oft nicht weiter? Wir gehen dem psychologischen Mechanismus dahinter auf den Grund.
Lösungsvoreingenommenheit: Ein schönes Wort für ein echtes Problem
Warum ist „lösungsorientiert“ ein so positiv besetzter Begriff – und was steckt hinter dem weniger charmanten Begriff der Lösungsvoreingenommenheit? Wir reflektieren, warum genau dieser Denkfehler Design Thinking oft im Weg steht – und warum viele Berater:innen in Unternehmen anecken, wenn sie Probleme aufdecken.
Stress, Kontrolle und das BedĂĽrfnis zu handeln
Je größer das Problem, desto größer der Drang, es sofort zu lösen. Doch dieser Impuls kommt oft aus einem Gefühl der Unsicherheit heraus. Wir erklären, wie Stress, kognitive Dissonanz und das Bedürfnis nach Kontrolle unsere Entscheidungen beeinflussen – und warum das gerade in Innovationsprozessen problematisch ist.
Was wirklich hilft: Konkrete Wege aus der Lösungsfalle
Wie können wir den Reflex zum schnellen Lösen unterbrechen – ohne den Elan zu verlieren? Wir teilen unsere Erfahrungen aus der Praxis: von gezielter Moderation über Problemraum-Workshops bis hin zu Methoden wie „How might we“-Fragen. Und wir zeigen, wie gute Fragen und strukturierte Neugier uns wieder näher ans echte Problem bringen.
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