DT444: Interaktion in virtuellen Meetings

Tipps für mehr Interaktivität in Online-Meetings und -Workshops

Es ist schwierig, das Engagement der Menschen zu fördern, wenn sie sich nicht im selben Raum befinden. Das führt dazu, dass vor allem virtuelle Meetings oft als ineffektiv wahrgenommen werden. Das das aber nicht so sein muss, zeigen wir in dieser Episode.

Typen von Meetings

Es gibt verschiedene Gründe, um ein Meeting einzuberufen:

  • andere zu informieren,
  • Entscheidungen zu treffen,
  • Probleme zu lösen oder
  • Beziehungen zu stärken.

Oft sind Meetings inneffektiv, weil es wenig bis gar keine Verantwortung für das Engagement gibt.
Voraussetzung, damit das Meeting oder der Workshop letzten Endes auch erfolgreich ist, ist freiwilliges Engagement. Hier ein paar Ideen, wie das funktionieren kann.

Verantwortungsregel

Wenn Menschen ein soziales Umfeld betreten, nimmt jeder auch eine eigene Rolle an. Die aktive Mitarbeit in virtuellen Meetings ist dann in Gefahr, wenn die Teilnehmer unbewusst die Rolle des Beobachters einnehmen. Viele definieren ihre Rolle bereits, wenn sie die Einladung zum Meeting erhalten und dann beschließen bereits im virtuellen Wartezimmer an etwas anderem zu arbeiten. Deswegen ist es wichtig den Leuten von Anfang Aufgaben zu geben, an denen sie sich aktiv beteiligen können. Dazu eigenen sich Kleingruppen, wo jeder mitarbeiten muss. Nutze auch den Timer, um klar zu strukturieren und gib kurze Aufgabe auf.

Design Thinking: online Whiteboards

Die 5-Minuten-Regel

Gerade bei großen Gruppen lauern Dutzenden von verlockenden Ablenkungen. Wenn du nicht willst, dass die Menschen sich in die verführerische Beobachterrolle zurückziehen, dann musst du sie beschäftigen. Und wenn es nur eine Umfrage oder eine Abstimmung ist, bei dem die Menschen ihre Meinung, wie es weitergehen soll, abgeben sollen.

Design Thinking: Energizer

Problem spüren lassen

Um wirklich engagiert zu sein, wenn es um das Lösen eines Problems geht, muss die Gruppe das Problem auch wirklich spüren. Das kannst du erreichen, indem du schockierende oder provokative Statistiken zeigst oder Anekdoten oder Analogien teilst, die das Problem dramatisieren. Es ist wichtig, dass die Gruppe das Problem (oder die Gelegenheit) versteht und anerkennt, bevor sie versuchen, es zu lösen.

Design Thinking: Empathisches Gespräch

Arbeite mit so wenig Folien wie möglich

Nichts macht zuverlässiger müde oder ist weniger motivierend, als wenn eine Gruppe mit Daten und Folien bombardiert wird. Das Ziel ist Engagement und dafür musst du vor allem mit Geschichten und Aufgaben arbeiten.

Design Thinking: Teilnehmer selber machen lassen

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