DT437: Elevator Pitch

Aufbau, Einsatz und Beispiele wie du in 30 Sekunden begeisterst

Denke kurz an ein Unternehmen. Das kann dein eigenes Unternehmen sein oder eine Organisation, die du gut kennst. Kannst du jemandem in nur 30 Sekunden erklären, was diese Organisation eigentlich macht? Da du nur 30 Sekunden und nicht 5 Minuten hast, muss deine Story prägnant und einprägsam gestaltet sein. Das ist der Elevator Pitch.

Der Elevator Pitch ist eine super Möglichkeit, verbal zu kommunizieren, was dein Unternehmen tut. Im Wesentlichen ist es die erste Gelegenheit, Menschen mit einer Geschichte zu begeistern. Die Idee dahinter ist, dass du deinem Publikum in kurzer Zeit sagst, was sie wissen müssen.

Dazu musst du zunächst überlegen, wer dein Publikum ist. Der Kontext ist wichtig, und wenn du die Erfahrungen deiner Zuhörer berücksichtigst, kannst du viel effektivere Geschichten erzählen. Im Elevator Pitch wirfst du 99,9% deines Wissens über Bord und wählst nur das Zeug aus, das passt und wichtig ist.

Es geht darum, das Wertversprechen zu erklären, Nachfragen vorwegzunehmen und es hilft dir, von Anfang an einen starken Einstieg zu haben – ohne auf der Suche nach der richtigen Antwort über „Ähs“ und „Ahms“ zu stolpern.

  • Interesse wecken bei potentiellen Kunden.
  • Direkt an Zielgruppe verkaufen.
  • Deine persönliche Marke einzuführen.
  • Den Eltern zu erklären, was du machst.

Die ideale Elevator Speech ist unter 30 Sekunden, also ungefähr 75 Wörter. Je nach Kontext kannst du ihn ausweiten oder kürzen. Eine Studie (https://dl.motamem.org/microsoft-attention-spans-research-report.pdf) ergab, dass die Aufmerksamkeitsspanne einer Durchschnittsperson bei ungefähr 8 Sekunden liegt.

Aufbau

1. Einführung

Die Einführung soll so sein, dass es zu deiner Zielgruppe passt. Am Ende sollte er/sie wissen:

  • Wer du bist
  • Was deine Marke beinhaltet oder was dein Business-Modell ist
  • Was du eigentlich verkaufst

2. Identifiziere deinen Zielmarkt

Nachdem du dich vorgestellt hast, musst du herleiten, wer deine Zielgruppe ist.
Überlege:

  • Welches Problem löst du
  • Was sind die Vorlieben deiner Kunden (z.B. Accessoires für Fotografen)
  • Die Lücke, die du füllst, und die neue Chance, die du schaffst (für eine wegweisende Technologie).
  • Den Vorteil für deine Zielgruppe (für hilfreiche Tools wie eine App, mit der sie Zeit sparen).

3. Sprich deine Konkurrenz und unumgängliche Vergleiche an

Statt zu versuchen, die Konkurrenz einfach zu ignorieren, erkenne sie lieber an. Du kannst auch nur Dinge sagen wie „wie die Dinge bis jetzt gehandhabt wurden“.

4. Call to action

Beende deinen Elevator Pitch mit einem starken, kontextualisierten Aktionsaufruf, abgestimmt auf dein Publikum. Das kann sein:
*.Visitenkarte überreichen

  • Produkt nochmals erwähnen oder eine Probe anbieten
  • Auf NL aufmerksam machen
  • Mehr Infos anbieten

Vorlage n. Guy Kawasaki

  1. Einführung: „Hallo! Mein Name ist (Name), (Berufsbezeichnung) bei (Name deines Unternehmens). Freut mich, Sie kennenzulernen!“
  2. Problem: „Da Sie bei (Name des Unternehmens oder der Branche) tätig sind, bin ich mir sicher, dass Sie (Problem) interessieren könnte.“
  3. Lösung: „Das Beste an (Name deines Unternehmens) ist, dass wir mithilfe von (Lösung) genau dieses Problem lösen konnten.“
  4. Wertversprechen: „Übrigens sind wir das einzige Unternehmen, das (Wertversprechen) bietet.“
  5. Handlungsaufforderung: „Ich bin mir sicher, dass unsere Lösung Ihnen einen großen Vorteil verschaffen könnte. Haben Sie diese Woche Zeit für ein Gespräch?“

Beispiel Gerstbach Design Thinking

  1. Hallo, wir sind Ingrid und Peter Gerstbach und wir sind Unternehmensberater. Von Beruf her sind wir Problemlöser – manche würden sogar behaupten wir sind Troublemaker, weil wir erst die wahren Probleme aufdecken, vor denen manche gerne die Augen verschließen.
  2. Das zeigt sich z.B. darin, dass sich Projekte im Kreis drehen oder immer wieder die selben, alten Lösungen vorgeschlagen werden.
  3. Wir arbeiten mit einer Methode, die genau dieses Dilemma löst.
  4. Mit Design Thinking bekommen Sie einen Prozess an die Hand, mit dem Sie nicht nur Ihr Team zu Höchstleistung motivieren, sondern auch viel kreativere Ideen entwickeln als Sie es bisher für möglich hielten.
  5. Wir haben hier ein Poster, dass die Prinzipien super erklärt. raschel raschel

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