DT413: Mit Design Thinking wieder in den Flow kommen

Wege dem „Languishing“ zu entkommen

Vielen Menschen geht es nach einem Jahr Pandemie einfach nicht gut. Sie sind nicht krank, aber sie fühlen sich auch nicht wohl. Es ist ein Gefühl der Stagnation und Leere. Das Thema wird zunehmend von Psychologen erforscht. Einen Ansatz möchten wir dir in dieser Folge vorstellen. Und wir zeigen dir, wie du mit Design Thinking dieser Leere entkommen kannst.

Dem Problem, dass wir ein schleichendes Dahinwelken (Corona-Erschöpfung) fühlen, hat der Psychologe Corey Keyes einen Namen gegeben: Languishing. Damit bezeichnet er einen Zustand, der kein Burnout ist (denn wir haben immer noch Energie) und auch keine Depression (denn wir sind nicht hoffnungslos).

Es geht um das Gefühl von Stagnation und Leere. Es fühlt sich an, als würden wir das Leben durch eine neblige Windschutzscheibe betrachten. Es fehlt das Wohlbefinden. wir sind nicht voll ausgelastet. Auch die Motivation fehlt, die Konzentrationsfähigkeit ist beeinträchtigt und wir schieben Dinge auf. Das wirkliche Problem ist, dass wir diesen Zustand gar nicht erkennen. Wir merken nicht, dass die Freude oder der Antreib nachlässt. Wir erkennen nicht, wie wir langsam in die Einsamkeit rutschen, selbst die Gleichgültigkeit ist uns gleichgültig. Deswegen sucht man nicht nach Hilfe.

Die beste Strategie für den Umgang mit Emotionen besteht immer darin, sie zunächst zu benennen. Wir müssen noch viel darüber lernen, welche Ursachen das Languishing hat und wie man es heilt, aber es ist ein erster Schritt, diesem Zustand einen Namen und damit ein Gesicht zu geben.

Anstatt zu sagen, dass es uns gut geht, sollten wir ehrlich sein und sagen, dass es uns nicht gut geht. Denn nur so kann man das Problem bei sich und bei anderen auch erkennen.

Was können wir konkret gegen Languishing tun?

  • Das Finden neuer Herausforderungen, erfreuliche Erfahrungen und sinnvolle Arbeit sind mögliche Maßnahmen, aber es ist schwierig, wann man sich nicht konzentrieren kann.
  • Mehr Grenzen setzen, weniger Unterbrechen zulassen. Das beseitigt ständige Ablenkungen und gibt uns die Möglichkeit, uns zu konzentrieren.
  • Auf kleine Ziele konzentrieren: sich täglich Zeit zu nehmen, um sich auf eine Herausforderung zu konzentrieren, die für dich wichtig ist – ein interessantes Projekt, ein lohnendes Ziel, ein bedeutungsvolles Gespräch. Manchmal ist es ein kleiner Schritt, um etwas von der Energie und Begeisterung wiederzuentdecken, die wir in all diesen Monaten vermisst haben.

Erfahrung bei unseren Kunden

Design Thinking hilft genau dabei! Führungskräfte von größeren und kleineren Teams sind mit dem Problem der fehlenden Motivation und der sichtbargewordenen Müdigkeit zu uns gekommen. Die Lösung: Design Thinking
Teammeetings bewusst als Design Thinking-Projekt aufsetzen.
Denn es geht darum zu verstehen, wie die Mitarbeiter denken und fühlen.

Mögliche Fragestellungen

  • Wie können wir die Zusammenarbeit verbessern?
  • Wie können wir die Zufriedenheit im Team steigern?
  • Wie können wir den Austausch erleichtern?

 

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