DT718: Wenn die Zahl zum Ziel wird

Goodharts Gesetz im Design Thinking

Im Design Thinking geht es darum, komplexe Probleme zu lösen – mit Empathie, Kreativität und dem Mut, Neues zu probieren. Doch was, wenn KPIs plötzlich wichtiger werden als das echte Nutzerproblem? Wenn wir nur noch das messen, was leicht messbar ist – und dabei das Wesentliche aus dem Blick verlieren? In dieser Episode zeigen wir, wie Goodhart’s Law in Innovationsprozessen wirkt, warum es besonders bei Design Thinking Workshops gefährlich werden kann und wie ihr es schafft, das Richtige zu messen, statt nur das, was messbar ist.

Aus dem Inhalt

Einstieg: Zwischen Empathie und Messen

Design Thinking lebt von Empathie, Kreativität und Offenheit. Aber was passiert, wenn plötzlich das Messbare überhandnimmt? Wir fragen uns, wie leicht man in Innovationsprozessen das echte Nutzerproblem aus dem Blick verliert – besonders dann, wenn KPIs zur Hauptsache werden.

Die Verlockung der Zahlen

Wir geben offen zu: Auch wir lassen uns manchmal von Download-Zahlen verführen. Eine Episode performt besonders gut – und schon ist die Versuchung groß, das Erfolgsrezept zu kopieren. Aber woran lag es wirklich? Vielleicht war es der prominente Gast? Oder nur ein glücklicher Zufall auf Twitter? Genau darum geht es in diesem Abschnitt: Warum wir Zahlen oft falsch deuten – und was das mit Goodharts Gesetz zu tun hat.

Wenn Messen wichtiger wird als der Mensch

Ein persönliches Erlebnis im Krankenhaus bringt es auf den Punkt: Wenn das System nur noch auf seine Kennzahlen schaut, bleiben echte Bedürfnisse auf der Strecke. Ingrid erzählt, wie KPIs im Krankenhause darüber entscheider, ob eine Behandlung durchgeführt wird oder nicht – und was das mit Projektarbeit zu tun hat.

Was bringt uns dazu, so zu denken?

Wir gehen der Sache auf den Grund: Warum richten wir uns so stark nach dem, was leicht zählbar ist? Es geht um Sicherheit, Vergleichbarkeit – und auch um die Angst davor, in komplexen Situationen die Kontrolle zu verlieren. Wir stellen uns die Frage: Verengen Zahlen unseren Blick? Oder geben sie uns Halt in einer unsicheren Welt?

Die Tücken gut gemeinter Steuerung

Goodharts Gesetz trifft genau diesen Punkt: Sobald ein Maß zur Zielgröße wird, verliert es seine Aussagekraft. Wir zeigen anhand eigener Erfahrungen, wie gut gemeinte Steuerung nach hinten losgehen kann – und warum selbst Design Thinking davor nicht gefeit ist.

Raus aus der KPI-Falle: Was wir anders machen können

Zum Abschluss sammeln wir Lösungsideen: Wie können wir mit Zahlen verantwortungsvoll umgehen? Wir sprechen über Haltung, über den Mut zur Reflexion – und über die Notwendigkeit, qualitative Einschätzungen wieder stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Denn nicht alles, was zählt, lässt sich zählen.

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DT717: Warum wir zu schnell zur Lösung springen

Lösungsvoreingenommenheit – und warum sie echte Innovation blockiert

Kaum haben wir ein Problem verstanden – oder glauben, es verstanden zu haben – wollen wir zur Lösung. Das ist menschlich, nachvollziehbar – und gleichzeitig gefährlich, wenn wir es mit echten, komplexen Herausforderungen zu tun haben. In dieser Folge schauen wir uns an, warum unser Gehirn so gerne vorschnell handelt – und was das im Design Thinking bedeutet.

Aus dem Inhalt

Warum unser Gehirn auf Lösungen programmiert ist

Kaum haben wir ein Problem erkannt, springen wir in Gedanken schon zur Lösung – ein Automatismus, den viele von uns kennen. In dieser Folge gehen wir der Frage nach, warum unser Gehirn so reagiert und warum genau das gefährlich sein kann – gerade bei komplexen Herausforderungen.

Hochzeitstag trifft Design Thinking

Ingrid erzählt von einer überraschenden Erkenntnis zum Hochzeitstag – und warum die Frage „Willst du eine Lösung oder soll ich einfach nur zuhören?“ nicht nur in Beziehungen wichtig ist. Was das mit Berater:innen, Empathie und gutem Zuhören zu tun hat, erfährst du gleich zu Beginn.

Die Lösung ist verlockend – aber trügerisch

Wir sprechen über die verführerische Kraft einfacher Lösungen und warum sie uns Sicherheit vorgaukeln. Was macht die Suche nach Lösungen eigentlich so angenehm – und warum bringt sie uns trotzdem oft nicht weiter? Wir gehen dem psychologischen Mechanismus dahinter auf den Grund.

Lösungsvoreingenommenheit: Ein schönes Wort für ein echtes Problem

Warum ist „lösungsorientiert“ ein so positiv besetzter Begriff – und was steckt hinter dem weniger charmanten Begriff der Lösungsvoreingenommenheit? Wir reflektieren, warum genau dieser Denkfehler Design Thinking oft im Weg steht – und warum viele Berater:innen in Unternehmen anecken, wenn sie Probleme aufdecken.

Stress, Kontrolle und das Bedürfnis zu handeln

Je größer das Problem, desto größer der Drang, es sofort zu lösen. Doch dieser Impuls kommt oft aus einem Gefühl der Unsicherheit heraus. Wir erklären, wie Stress, kognitive Dissonanz und das Bedürfnis nach Kontrolle unsere Entscheidungen beeinflussen – und warum das gerade in Innovationsprozessen problematisch ist.

Was wirklich hilft: Konkrete Wege aus der Lösungsfalle

Wie können wir den Reflex zum schnellen Lösen unterbrechen – ohne den Elan zu verlieren? Wir teilen unsere Erfahrungen aus der Praxis: von gezielter Moderation über Problemraum-Workshops bis hin zu Methoden wie „How might we“-Fragen. Und wir zeigen, wie gute Fragen und strukturierte Neugier uns wieder näher ans echte Problem bringen.

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DT716: Wenn Gespräche stocken

DT716: Wenn Gespräche stocken Eine Faust mit zwei aufgeklebten Augen als Symbol für stockende Gespräche

Schweigen, Widerstand und was dahintersteckt

Manche Gespräche laufen von selbst – andere… laufen ins Leere. Da sitzt dir jemand gegenüber, du stellst eine Frage – und bekommst ein Achselzucken. Oder du merkst: Hier ist gerade ein Widerstand im Raum, aber keiner spricht ihn an. In dieser Folge schauen wir uns an, was hinter solchen Momenten steckt – psychologisch, kommunikativ und mit einem Blick darauf, was wir als Gesprächsführende tun können, ohne den Druck zu erhöhen.

Aus dem Inhalt

Einstieg: Wenn Gespräche nicht fließen

Manche Gespräche laufen von selbst – andere laufen ins Leere. Kennst du das Gefühl, wenn dir jemand gegenüber sitzt, du eine offene Frage stellst und als Antwort nur ein Achselzucken bekommst? Oder wenn du spürst, dass ein Widerstand im Raum liegt, aber niemand spricht ihn aus? In dieser Episode gehen wir genau solchen Momenten auf den Grund – mit echtem Bezug zu unserem Beratungsalltag.

Psychologische Hintergründe

Was passiert in solchen Situationen auf psychologischer Ebene? Warum fällt es manchen Menschen so schwer, in einem Gespräch zu antworten oder sich zu öffnen? Wir berichten von einem konkreten Workshop, in dem Teilnehmende plötzlich ins Stocken geraten sind – und was wir dabei beobachtet haben. Und wir fragen uns: Ist Schweigen immer ein Zeichen von Ablehnung?

Typische Anzeichen für Gesprächsbarrieren

Manchmal sagt der Körper mehr als tausend Worte. Welche Signale deuten auf Unsicherheit oder inneren Rückzug hin – und wie erkennen wir sie, ohne sie zu überinterpretieren? Wir teilen Beobachtungen aus Interviewsituationen, in denen die Gesprächsatmosphäre gekippt ist, obwohl auf der Tonspur vermeintlich alles ruhig blieb.

Fehlinterpretationen und blinde Flecken

Wir sprechen darüber, wie schnell wir Verhalten bewerten – und dabei manchmal völlig danebenliegen. Warum wir glauben, dass jemand uninteressiert oder abwehrend ist, obwohl vielleicht einfach nur eine Unsicherheit oder ein kulturelles Missverständnis dahintersteckt. Und warum gerade unsere Erfahrung als Beratende dabei manchmal im Weg steht.

Rollenverteilung in Gesprächen

Was ist eigentlich unsere Rolle in solchen Gesprächen? Müssen wir die Situation retten – oder dürfen wir sie auch mal aushalten? Wir diskutieren, wie viel Führung und wie viel Zurückhaltung in einem empathischen Gespräch angebracht sind. Und wie wir mit der Erwartung umgehen, dass wir immer „etwas herausholen“ müssen.

Werkzeuge und Haltung für stockende Gespräche

Es gibt keine Wundermittel – aber es gibt Haltungen, die helfen. Wir teilen, wie wir in solchen Momenten bewusst langsamer werden, warum wir dem Gesprächspartner Raum geben – und was wir tun, um den Druck nicht noch weiter zu erhöhen. Ganz konkret, aus der Praxis, ohne Patentrezepte.

Beispielsituationen aus der Praxis

Ingrid erinnert sich an eine Interview-Situation, in der der Gesprächspartner einfach gar nichts sagen wollte. Was tut man da? Weiterfragen? Schweigen? Das Thema wechseln? Wir nehmen euch mit in solche echten Momente aus Workshops und Trainings – und erzählen ehrlich, was wir selbst daraus gelernt haben.

Fazit und Takeaways

Stockende Gespräche sind kein Scheitern – sie sind eine Einladung. Eine Einladung, genauer hinzusehen, zuzuhören, uns selbst zu reflektieren. In dieser Folge teilen wir, was solche Momente mit uns machen – und warum genau darin oft die wertvollsten Impulse für echtes Verständnis liegen.

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DT715: Gesprächsführung im Design Thinking

Coverbild der Episode: Gesprächsführung im Design Thinking, im Hintergrund das Schaltpanel eines Aufzugs

Wie aus Smalltalk echte Verbindungen werden

Wir Menschen sind soziale Wesen – und trotzdem reden wir oft zu wenig miteinander. Nicht, weil wir nichts zu sagen hätten. Sondern weil wir zögern, den ersten Schritt zu machen. In dieser Folge schauen wir uns an, warum das so ist – und wie wir Gespräche besser nutzen können, um echte Verbindungen zu schaffen.

Aus dem Inhalt

Warum reden wir so wenig – obwohl wir soziale Wesen sind?

Wir sind von Natur aus auf Verbindung ausgerichtet – und trotzdem reden wir oft aneinander vorbei oder gar nicht miteinander. Warum zögern wir so häufig, den ersten Schritt zu machen? In dieser Folge gehen wir genau dieser Frage nach und zeigen, was uns im Alltag oft bremst.

Gespräche im Design Thinking

Im Design Thinking sind Gespräche weit mehr als nette Gespräche am Rande – sie sind das Fundament für echtes Verständnis. Wir erzählen, warum ohne gute Gespräche weder Probleme erkannt noch Innovationen entstehen können, und worauf wir dabei besonders achten.

Was gute Gespräche ausmacht

Was unterscheidet ein echtes Gespräch von oberflächlichem Geplauder? Wir reden über die oft unterschätzten Zutaten guter Kommunikation – und warum Zuhören manchmal mutiger ist als Reden. Spoiler: Es geht nicht um Techniken, sondern um Haltung.

Fallstricke und häufige Fehler

Warum verlaufen Gespräche so oft im Sand – gerade wenn es drauf ankommt? Wir sprechen über typische Missverständnisse und Denkfehler, die uns in die Quere kommen. Und wir zeigen, warum Smalltalk nicht oberflächlich sein muss, sondern eine echte Tür öffnen kann.

Praktische Tipps für bessere Gespräche

Du willst deine Gesprächsführung verbessern? Wir haben ein paar einfache, aber wirkungsvolle Tipps gesammelt: Warum der Anfang zählt, wie du Pausen aushältst – und wie du ganz nebenbei üben kannst, Gespräche bewusst zu gestalten – auch außerhalb von Workshops.

Fazit: Gesprächsführung ist Zukunftskompetenz

Gesprächsführung betrifft uns alle – nicht nur im Design Thinking, sondern in jeder Rolle, in jedem Beruf, in jeder Beziehung. Warum es sich lohnt, genauer hinzuhören und bewusster zu reden, erfährst du in dieser Folge.

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18 Sätze, die man im Aufzug besser nicht sagen sollte

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DT714: Denkfaulheit als Phänomen in Unternehmen

Warum unser Gehirn auf Autopilot schaltet – und wie wir mit Design Thinking neue Wege finden

Kennst du das? Im Team werden immer wieder die gleichen Lösungen diskutiert, obwohl sich die Welt außen längst weitergedreht hat. Das ist kein Zeichen von fehlender Intelligenz — sondern ganz normal. Unser Gehirn liebt Routinen und Energiesparen. In Unternehmen nennt man das manchmal auch Denkfaulheit. Heute schauen wir darauf, warum das passiert, woran man es erkennt und wie man mit Design Thinking neue Denkwege öffnet.

Aus dem Inhalt

Einführung in das Thema Denkfaulheit

Warum greifen wir oft auf gewohnte Lösungen zurück, selbst wenn sie nicht die besten sind? Unser Gehirn liebt Routinen – doch das kann zur Innovationsbremse werden.

Ursachen der Denkfaulheit

Denkfaulheit entsteht nicht grundlos. Sie ist ein Mechanismus, um kognitive Energie zu sparen. Doch wie überwinden wir diese Hürde und nutzen unsere volle Denkkapazität?

Wie man Denkfaulheit erkennt

Wiederholen sich in Meetings die gleichen Argumente? Damit seid ihr nicht allein. Wir zeigen, woran ihr Denkfaulheit erkennt und warum sie im Unternehmensalltag so häufig auftritt.

Psychologische Effekte hinter der Denkfaulheit

Status Quo Bias, Confirmation Bias und andere Denkfehler beeinflussen unsere Entscheidungen ohne, dass wir es merken. Welche Auswirkungen haben sie und wie können wir sie durchschauen?

Wie Design Thinking gegen Denkfaulheit wirkt

Design Thinking bietet neue Ansätze, um Denkfaulheit zu überwinden. Welche Rolle spielen dabei Vielfalt und strukturierte Prozesse, um frische Ideen zu fördern?

Praktische Tipps zur Überwindung der Denkfaulheit

Wie kommen Unternehmen aus der Denkfalle heraus? Mit ein paar praktischen Tipps könnt ihr Meetings anders gestalten und neue Fragen anregen, um kreative Lösungswege zu entdecken.

Abschluss und Hörerfrage

Denkfaulheit ist menschlich, aber sie darf uns nicht aufhalten. Wir laden euch ein, eure Denkanstöße mit uns zu teilen – wo wünscht ihr euch mehr frischen Wind?

Weiterführende Links

Mehr Denkfehler findest du in Ingrids Buch „Die 7 Ausreden der Unternehmen“.

Jetzt ganz neu gibt es zu dem Buch auch die Englische Fassung „Stop Guessing. Start Listenig“

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DT713: Der Golem-Effekt

Wenn die Erwartungen Leistung blockiert – Der Golem-Effekt in Teams und was Führung damit zu tun hat

Kennst du das? Im Meeting sagt man schon vorab: „Mit dem Team wird das heute zäh, die sind nicht so kreativ“. Oder: „Die IT braucht da ewig, die denken zu langsam“. Und am Ende? Genau das passiert. Wir übersehen dabei so oft, dass unsere Erwartungen selten neutral sind. Und sie wirken. Manchmal stärker als jede Methodik.

Aus dem Inhalt

Zuschreibungen im Arbeitsalltag

Wer kennt das nicht: Vor dem Workshop oder Meeting werden schnell gewisse Teams als „kreativ“ abgestempelt und andere eher abgeschrieben. Wir berichten aus unserem Beratungsalltag, wie diese Zuschreibungen entstehen und warum sie sich fast magisch selbst erfüllen. Wie stark beeinflussen solche Aussagen die tatsächliche Leistung? Das verraten wir euch anhand einiger spannender Beispiele!

Herkunft und Bedeutung der Begrifflichkeiten – Golem-, Pygmalion-, Galatea-Effekt

Was haben griechische und jüdische Mythologie mit euren Ergebnissen im Office zu tun? Wir reisen durch den Namensursprung der drei Effekte und zeigen, warum Pygmalion, Golem und Galatea viel mehr mit euch zu tun haben, als ihr denkt. Wer beeinflusst eigentlich wen – und ist das immer bewusst?

Wissenschaftliche Hintergründe und Fallbeispiele

Wusstet ihr, dass eine berühmte Schulstudie gezeigt hat, wie die Erwartungshaltung von Lehrkräften die Leistungen von Schülerinnen und Schülern massiv beeinflusst? Wir erzählen euch die Geschichte hinter dieser Forschung – und übertragen die spannenden Erkenntnisse direkt auf Unternehmen und Workshops.

Praktische Auswirkungen im Design Thinking und Beratungsalltag

Die Macht der Erwartung im Arbeitsalltag ist enorm – gerade im kreativen Kontext von Design Thinking. Wir teilen mit euch beobachtete Situationen und zeigen, wie sich die Effekte sowohl bremsend als auch fördernd auf Teams auswirken können. Was passiert, wenn keiner mehr an den Erfolg glaubt, und wie könnt ihr als Moderator:in oder Teamlead gezielt gegensteuern?

Moderator:innenrolle und Vorurteilsbewusstsein – Tipps zur Vermeidung

Wie entlarven wir unsere eigenen Vorurteile und verhindern, dass sie sich unbewusst auf andere übertragen? Wir verraten, welche Haltung wir selbst in Workshops bewusst einnehmen – und weshalb es so oft hilft, sich einfach überraschen zu lassen. Warum spielt psychologische Sicherheit dabei eine so große Rolle, und wie setzt man sie ganz praktisch um?

Anregungen zur Selbstreflexion und Zuhörerfrage

Wie oft habt ihr euch selbst schon von einer Person überraschen lassen? Wir fordern euch heraus, über eure eigene Erwartungshaltung nachzudenken – und laden euch ein, eure Erfahrungen mit unserem Podcast-Team zu teilen. Vielleicht habt ihr ja sogar einen Aha-Moment, der euren Blick auf Kolleg:innen oder Teams grundlegend verändert hat?

Ausblick & Termine

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Januar 2026

Design Thinking Foundation

Mit dem Design-Thinking-Foundation starten Sie in eine neue Welt. Lernen Sie die bekannte Innovations-Methode aus dem Silicon Valley kennen und erfahren Sie, wie Sie damit Strategie-, Produkt- und Service-Innovationen entwickeln können.
19. Jan.
9:00 - 17:00
Design Thinking Space®
Absberggasse 27, Stiege 7, 8. Stock, 1100 Wien, Österreich

Effektive Fragetechniken

Entdecken Sie die Kunst des Fragens und lernen Sie, die wahren Bedürfnisse Ihrer Kunden zu verstehen. Steigern Sie Ihren Erfolg mit effektiven Fragetechniken.
26. Jan.
9:00 - 17:00
Design Thinking Space®
Absberggasse 27, Stiege 7, 8. Stock, 1100 Wien, Österreich
Februar 2026

Design Thinking Foundation

Mit dem Design-Thinking-Foundation starten Sie in eine neue Welt. Lernen Sie die bekannte Innovations-Methode aus dem Silicon Valley kennen und erfahren Sie, wie Sie damit Strategie-, Produkt- und Service-Innovationen entwickeln können.
13. Feb.
9:00 - 17:00
Design Thinking Space®
Absberggasse 27, Stiege 7, 8. Stock, 1100 Wien, Österreich
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Fragen, die Welten öffnen – Interviewtechniken für Entscheider:innen

Die meisten Interviews in Unternehmen klingen so: „Wie zufrieden sind Sie mit…?“ oder „Was würden Sie verbessern?“ Klingt vernünftig. Führt aber selten zu echten Aha-Momenten. Warum? Weil diese Fragen auf Bewertung zielen – nicht auf echtes Verstehen. Die besten Fragen klingen ganz anders. Wie Sie klingen, lesen Sie in diesem Artikel.

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DT712: Analyse-Paralyse

Denken in der Schleife – Warum sich manche Teams nie entscheiden können

In dieser Episode werfen wir einen Blick auf ein Phänomen, das viele Teams lähmt: Die Schleifen des Denkens. Warum bleiben Teams stecken und treffen keine Entscheidungen? Es geht um die faszinierende Kombination aus Denkzirkularität, Entscheidungsvermeidung und dem Reiz der ewigen Analyse.
Wir schauen uns an, wie die Neurowissenschaft das Phänomen der „Analysis Paralysis“ erklärt und warum das Gehirn manchmal übersteuert, um unangenehme Gefühle zu vermeiden.

Aus dem Inhalt

Was ist Analyse-Paralyse?

Kennst du das Gefühl, einfach nicht weiterzukommen, weil du eine Entscheidung immer wieder aufschiebst? In dieser Folge nehmen wir dich mit in die faszinierende Welt der „Analyse-Paralyse“ – ein Phänomen, das viele Teams lähmt und Innovationen ausbremst. Was steckt hinter diesen ewigen Gedankenschleifen?

Persönliche Anekdoten und Beobachtungen aus dem Beratungsalltag

Wir berichten aus unserem Alltag und teilen mit dir, wie uns Analyse-Paralyse sogar bei ganz alltäglichen Aufgaben begegnet – vom Bettmachen bis zum Projektmanagement. Welche Rolle spielt unsere Persönlichkeit? Und wie gehen wir selbst mit Entscheidungsschwäche um?

Ursachen und Mechanismen der Analyse-Paralyse

Warum suchen wir lieber immer neue Informationen statt endlich zu handeln? Wir hinterfragen, wie unser Bedürfnis nach Kontrolle und Sicherheit uns manchmal geradewegs in die Sackgasse führt – und warum unser Gehirn Unsicherheit gar nicht ausstehen kann.

Typische Symptome und Anzeichen im Team-Alltag

Woran erkennt man eigentlich, dass ein Team in der Analyse-Paralyse feststeckt? Wir geben dir einen Einblick in die klassischen Symptome und verraten dir, auf welche Warnsignale du achten solltest, um rechtzeitig gegenzusteuern.

Psychologischer Hintergrund: Überanalyse und ihre Auswirkungen

Was passiert in unserem Kopf bei einer Analyse-Paralyse, und warum erleben manche von uns diese fiesen Denkschleifen ganz besonders intensiv? Hier geht es um die spannende Verbindung zwischen Gefühl, Denken und Energie – und auch um kognitive Dissonanz!

Unterschied zwischen produktivem Denken und Denkzirkularität

Ist „viel Nachdenken“ nicht eigentlich gut? Wir diskutieren, wo der Unterschied liegt zwischen produktivem, entscheidungsorientiertem Denken und zielloser Denkzirkularität – und warum letzteres dich und dein Team vom Handeln abhält.

Praktische Lösungsansätze

Was hilft gegen die Analyse-Paralyse? Wir teilen unsere besten Praxistipps: Warum kleine, schnelle Entscheidungen („Minimal Viable Decisions“) so mächtig sind, wie gut moderierte Meetings und Timeboxing helfen – und wie Fehlerkultur und Experimente Bewegung in festgefahrene Teams bringen.

Hinweise zur Selbstreflexion und Fragen zur Erkennung von Analyse-Paralyse im Team

Wie kannst du erkennen, ob du oder dein Team betroffen seid? Wir geben dir hilfreiche Reflexionsfragen an die Hand – und regen dich an, deine eigenen Entscheidungsprozesse einmal kritisch zu durchleuchten.

Bedeutung von psychologischer Sicherheit für mutige Entscheidungen

Warum ist ein sicherer Raum so wichtig für mutige und schnelle Entscheidungen? Wir sprechen darüber, wie du gemeinsam mit deinem Team einen Nährboden für Innovation schaffen kannst, in dem Fehler erlaubt sind und Ausprobieren ausdrücklich erwünscht ist.

Hörerfrage

Was war die verrückteste Entscheidung deines Lebens und was ist daraus geworden?

Verrate es uns! Wir freuen uns auf deine Erfahrungsberichte – und natürlich auf den Austausch mit dir, ob per Mail, LinkedIn oder direkt unter der Episode auf Spotify.

Viel Spaß beim Reinhören – vielleicht erkennst du dich oder dein Team ja in der einen oder anderen Situation wieder!

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DT711: Wenn aus Problemen Chancen werden

Was die richtige Frage alles verändert

Viele Führungskräfte glauben, sie müssen sich auf Antworten fokussieren. Doch die Kraft liegt vielmehr im richtigen Framing der Frage. „How Might We“-Fragen sind nicht nur ein Werkzeug, sondern ein Denkritual: Sie helfen, Kontrolle abzugeben – und gleichzeitig Klarheit zu gewinnen. Und genau das ist für viele das Schwierigste.

Aus dem Inhalt

1. Einführung

Warum ist die richtige Fragestellung im Design Thinking so entscheidend? Begleite uns auf einer Reise, in der wir nicht nur über Fragen reden, sondern auch über den Charme des Unperfekten und wie richtige Fragen echte Veränderungen anstoßen können.

2. Bedeutung der How-Might-We-Frage

Warum neigen wir dazu, Lösungen zu forcieren, bevor wir das Problem wirklich verstehen? Wir zeigen dir, warum es so wichtig ist, den Kern der Sache zu treffen und wie externe Moderatoren mit cleveren Fragen das Denken in Workshops grundlegend verändern können.

3. Psychologische Grundlagen und Wirkung von Fragen

Wusstest du, dass die Art, wie wir eine Frage formulieren, unser Denken und Handeln maßgeblich beeinflussen kann? Wir werfen einen Blick auf spannende psychologische Effekte wie Framing und Priming: Wie steuert Sprache unsere Kreativität und Wahrnehmung – und wo fängt „Manipulation“ eigentlich an?

4. Praktische Beispiele aus Workshops und Alltag

Wie kann eine einfache Frage die Stimmung im Team drehen? Welche Lehren zieht man aus der Luftfahrt, wenn es um Fehlervermeidung und kluges Problemlayout geht? Wir teilen praxisnahe Beispiele, die zeigen, wie intuitive Designs und wohlüberlegte Fragen Prozesse nachhaltig verbessern.

5. Herausforderungen bei der Formulierung von How-Might-We-Fragen

Wie findet man die richtige Balance zwischen zu eng und zu offen? Kann eine Frage schon eine Lösung vorwegnehmen – und wenn ja, was bedeutet das für den kreativen Prozess? Wir sprechen über typische Stolpersteine und warum Demut und Offenheit für Überraschungen zentrale Tugenden sind.

6. Der Einfluss von How-Might-We-Fragen auf Teamdynamik und Kreativität

Wie verändern gute Fragen die Energie im Raum? Wir erforschen, wie das „Wir“ über das „Ich“ siegt und wie gemeinsame Orientierung zu neuen Perspektiven und kreativer Kraft führt. Das Ergebnis? Teams, die zusammen Neues schaffen statt einsame Lösungen zu erzwingen.

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Schwarmintelligenz oder Schwarmdummheit?

Was wäre, wenn die klügste Entscheidung nicht aus Ihrem Kopf kommt – sondern aus dem Zusammenspiel vieler? In diesem Beitrag geht es nicht um Kuschelkurs und Konsens, sondern um die überraschende Kraft gut orchestrierter Unterschiedlichkeit. Warum kollektive Intelligenz mehr ist als Gruppenarbeit – und wie Sie sie wirklich nutzen können.

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