DT403: Bitcoin

Innovationen im Fokus

In letzter Zeit ist ein wahrer Hype rund um Bitcoin entstanden. Manche warnen davor, manche preisen es als die Währung der Zukunft an. Wir finden, dass Bitcoin auf jeden Fall ein spannendes Thema ist und absolutes disruptions-Potenzial hat. In dieser Folge möchten wir eine kurze Einführung geben, was eine Kryptowährung und was Bitcoin ist und uns insbesondere auf die Disruptionsmerkmale fokussieren.

Unser YouTube-Video zum Thema „Verbraucht Bitcoin zu viel Energie?“

Was ist eigentlich Kryptogeld, Bitcoin und Blockchain?

Bitcoin ist zwar die erste und bekannteste Kryptowährung der Welt, aber längst nicht mehr die einzige. Kryptogeld ist eine komplett neue Technologie und ein spannender Ansatz wie Geld digitalisiert werden kann: Ein revolutionärer Ansatz mit viel Disruptions-Potential.

Eine Kryptowährung wie Bitcoin ist im Grunde ähnlich wie digitales Gold, das gekauft oder geschürft werden kann und wie Geld übertragen werden kann. Nur finden diese Transaktionen über das Internet statt. Im Gegensatz zu normalem Geld wird Bitcoin nicht von einem Land ausgegeben und reguliert. Es braucht auch keine Banken für die Abwicklung. Es folgt vielmehr einem Regelwerk, dem Bitcoin-Protokoll, bei dem jeder Kryptowährungs-Besitzer mitmachen muss. Um das genauer zu verstehen, müssen wir uns zunächst mit einem weiteren Begriff auseinandersetzen, der Blockchain.

Hinter den meisten Kryptowährungen steckt eine Technologie namens Blockchain. Blockchain ist eine Art riesige öffentliche Datenbank, die sämtliche Transaktionen der Kryptowährung enthält. Der Prozess der Entstehung eines Bitcoins wird von einem riesigen Computernetzwerk verfolgt und auch verifiziert. Die Transaktionen werden also nicht auf einem einzelnen Server (wie bei einer Bank) gespeichert, sondern jeder Mensch und Besitzer der Kryptowährung kann diese Datensätze auf seinem eignen Computer speichern. Sie können dadurch jedes Bitcoin bis zum Moment seiner Entstehung zurückverfolgen.

Wie entstehen Bitcoins?

Bitcoins und die meisten anderen Kryptowährungen werden durch einen Prozess erstellt, der „mining“, also „schürfen“, genannt wird, wie beim normalen Gold. Bei diesem Prozess werden anhand einer komplexen mathematischen Formel mittels eines Computers Bitcoins erstellt. Zu Beginn der Bitcoin-Geschichte konnte jeder interessierte Menschen auch ganz einfach Bitcoins selbst herstellen und damit Geld verdienen. Mit der Zeit wurden die Berechnungen, dem Bitcoin-Protokoll folgend, immer komplizierter. Mittlerweile sind die Anforderungen an Computer, enorm gestiegen. Heutzutage kann man eigentlich nur noch spezielle Chips verwenden, die unter hohem Stromverbrauch nichts anderes machen, als Kryptogeld zu erzeugen.

Bitcoins wird es nicht in unendlicher Menge geben, sondern die Mengen ist so festgelegt, dass maximal 21 Millionen Bitcoins existieren werden. So ist auch der enorme Wert entstanden, den ein Bitcoin zurzeit hat, denn so wie Gold oder auch antiquarische Kunstgegenstände, ist das Angebot limitiert und wertvoll.

Was könnte aus Bitcoin entstehen

Dezentralisiertes Finanzwesen

Bei einer herkömmlichen Währung, wie dem Euro oder dem Dollar, müssen wir den Institutionen und Ländern vertrauen, die dieses Geld ausgeben: Der europäischen Union und der europäischen Zentralbank, den USA und der Federal Reserve und natürlich den Banken: Wir geben unser Geld einer Bank und müssen darauf vertrauen, dass die Bank damit auch in unserem Sinne umgeht. Dafür ist riesiger bürokratischer Apparat notwendig: Die sicheren Abläufe in der Bank, entsprechende Ausbildungen aller involvierten Personen, die Bankenaufsicht, Prüfungen, Gesetze und vieles mehr.

Bei der Blockchain wird dieses Vertrauen anders hergestellt und ist vollkommen transparent: Hinter Bitcoin steht ein mathematisches Konstrukt und ein kryptografisches Regelwerk, bei dem jedes Bitcoin von einem riesigen Computernetzwerk verfolgt und verifiziert wird.

Schnelle Transaktionen

Bei einer normalen Zahlung dauert es im Grunde Tage bis das Geld tatsächlich überwiesen wurde. Bei Bitcoin ist das im Normalfall in 10min erledigt und nach 1 Stunde hat der Betrag unumkehrbar einen neuen Besitzer.

Krisensicheres Geld

  • Da Bitcoins von Beginn an nur als begrenzte Menge hergestellt wurden, gelten sie als krisensicheres Geld. Bitcoins können nicht einfach „nachgedruckt“ werden, es werden immer nur max. 21 Millionen Bitcoins im Umlauf sein.

Gleichheit

  • Es gibt nach wie vor Länder, in den Frauen beispielsweise kein eigenes Einkommen oder eigenes Bankkonto haben dürfen. Bei Bitcoins gibt es keinen komplizierten bürokratischen Prozess.

Erfindungsprozess

  • Auch wenn nicht viel über die wahre Entstehung der Bitcoins bekannt ist, steckt ziemlich sicher kein typischer Design-Thinking-Prozess dahinter. Vielmehr hat ein Mann/Frau/Gruppe mit dem Satoshi Nakamoto im Oktober 2008 das Bitcoin-White-Paper veröffentlicht, im Januar 2009 erfolgte die erste Version der Referenzimplementierung Bitcoin Core. Es wurde also vermutlich nicht im Team eine Lösung erarbeitet und diese als Prototyp verifiziert, sondern es gab wohl nur eine Version, die sofort umgesetzt wurden.
  • Generell scheint es bei Innovationen rund um Blockchain immer wieder dieselben Fragestellungen zu geben: Es wird nicht überlegt, was das eigentliche Problem ist, sondern wir haben eine Lösung (Blockchain) und überlegen dann, was eigentlich das Problem sein könnte.

Fun Facts

  • Es gibt das Gerücht, dass Samsung, Toshiba, Nakamichi und Motorola gemeinsam Bitcoin entwickelt haben sollen. „Satoshi Nakamoto“:
    Samsung und Toshiba – Satoshi
    Nakamichi und Motorola – Nakamoto
  • Der 22. Mai ist der Bitcoin-Pizza-Day: Am 22. Mai 2010 wurden die ersten Bitcoins ausgegeben: Für eine Pizza (zwei Papa Johns Pizza) von Laszlo Hanyecz gegen 10.000 BTC eingetauscht (damals 41 USD wert, heute 460 Millionen USD).

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DT402: Pandemie-Müdigkeit

Es geht nicht nur dir so…

Bitte nicht noch einen virtuellen Kaffee… Das war der Titel eines Blog-Artikels von Ingrid. Es ging dabei um die Pandemie-Müdigkeit und was sie mit uns Menschen macht. Denn in der ersten Welle war es vielleicht noch spannend einen virtuellen Kaffee-Treff abzuhalten, aber mittlerweile haben viele keine Lust mehr darauf. Auf diesen Artikel gab es viel Zustimmung und weil es so ein wichtiges Thema ist, greifen wir es hier in dieser Podcast-Episode auf.

Links aus dieser Episode

Ingrids Artikel im Blog bzw. auf LinkedIn

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DT401: Laterales Denken

Bist du ein Querdenker?

Unsere Gesellschaft betont hauptsächlich die Entwicklung logischem, analytischem Denken. Aber gerade im Design Thinking brauchen wir einen weiteren Weg, um großartige Ideen zu entwickeln: Laterales Denken – oder auch Querdenken genannt.

Was bedeutet Querdenken?

Querdenken ist ein Weg, um Probleme neu zu lösen. Indem wir bewusst offensichtliche Ansätze ignorieren, kommen wir zu kreativen und unerwarteten Ideen. Edward de Bono, der das Konzept des lateralen Denkens entwickelt hat, beschreibt vier Techniken des lateralen Denkens: Bewusstsein, zufällige Stimulation, Alternativen und Veränderung (de Bono: The Use of Lateral Thinking, 1967).

Traditionelles Denken ist vertikal und geht Schritt für Schritt zu einer logischen Schlussfolgerung, die auf den verfügbaren Daten basiert. Das laterale Denken ist jedoch „seitliches Denken“ (der Begriff lateral bedeutet seitlich) und legt den Schwerpunkt auf die Generierung vieler Ideen. Die Details, wie diese Ideen umgesetzt werden könnten, stehen bei diesem Denken nicht im Mittelpunkt.

Wie wir im Design Thinking zu Lösungen und Innovationen finden

Im Design Thinking verwenden wir das Konzept von Joy Paul Guilford, das dem von de Bono sehr ähnelt. Während de Bono von lateralem und vertikalem Denken spricht, verwendet Guilford die Begriffe divergentes und konvergentes Denken.

Bei Innovation setzen wir auf die Verbindung von vertikalem mit lateralem Denken. Ohne lateralem Denken wäre vertikales Denken zu wenig kreativ, ohne vertikalem Denken würde laterales Denken viele mögliche Lösungen hervorbringen, aber keine Ideen, wie sich all das auch umsetzen lässt.

Beim lateralen Denken nimmt unser Gehirn seine Umgebung auf eine bestimmte Weise wahr und sucht nach Mustern. Danach werden diese Muster so verwendet, dass man zu Schlussfolgerung gelangt. Um neue Muster in unserer Umgebung genauer wahrzunehmen, müssen wir unsere Fähigkeiten zum Querdenken entwickeln.

Kritik an De Bonos Konzept

Es gibt aber auch Kritik an de Bonos Ansätze. Diese sind zwar in der Praxis erfolgreich, aber eigentlich nicht wissenschaftlich belegt.

Fun Fact

Das erste Mal kommt der Begriff des Querdenkens 1915 vor. In den „Riesenphantasie“ von Münchhausen wird Querdenken als positiv besetzter Begriff eingesetzt.

Abgrenzung

Die insbesondere durch die COVID-19-Pandemie befeuerte Nutzung des Worts „Querdenken“ hat rein gar nichts mit de Bonos “Lateralem Denken“ zu tun – und wir distanzieren uns auch in aller Deutlichkeit von Verschwörungsmythen und antidemokratischem und rechtsradikalem Gedankengut

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DT356: Verschwörungs-Thinking

Auf Verschwörungstheorien mit Design Thinking reagieren

Falsche Informationen oder Verschwörungstheorien können einen enormen Schaden anrichten. Und es ist absolut nachvollziehbar, wenn du dich über Menschen in deinem Umfeld ärgerst, die Verschwörungstheorien verbreiten. Da viele dieser Theorien aber aus Gefühlen der Angst und Unsicherheit entstehen, wird eine lautstarke Debatte die Fronten nur verhärten. Sich über jemanden lustig zu machen oder die Ideen gar ins Lächerliche zu ziehen, ist noch weniger konstruktiv. Mit Empathie und ein paar rhetorischen Kniffen ist es aber möglich, Argumente wirkungsvoll zu entkräften und gut zu kommunizieren. Darüber sprechen wir in dieser Episode.

Das Video

Unser Video über die Kommunikation mit Verschwörungstheoretikern, auf die sich diese Episode bezieht:

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DT355: Mythos: Kunden wissen, was sie wollen!

Populäre Mythen über Design Thinking

Design Thinking erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Seit den Anfängen dieses Trends werden wir regelmäßig mit skeptischen Fragen konfrontiert, die zeigen, dass es viele Missverständnisse über Design Thinking gibt. In mehreren Episoden besprechen wir die häufigsten Mythen, die uns immer wieder begegnen und geben Antworten geben.

In dieser Folge geht es um den Mythos, dass es im Design Thinking ein Grundprinzip sei Kunden zu befragt, weil nur die Kunden wissen, was sie wollen.

Mythos: Ihr braucht nur den Kunden zu fragen!

Natürlich befragen wir den Kunden in unseren Workshops. Rauszugehen und mit Menschen zu reden, ist einer unserer Eckpfeiler im gesamten Design-Thinking-Prozess. Allerdings ist es ein Fehlglaube, dass der Kunde sein Problem selbst kennt bzw. seine Bedürfnisse als solche artikulieren kann. Den meisten Menschen ist nicht bewusst, was das eigentliche Problem ist. Wir bewegen uns alle am liebsten in unserer Komfortzone und haben unsere Gewohnheiten, die uns das Leben erleichtern. Im Design Thinking ist das Ziel, blinde Flecken aufzudecken und neue Antworten und Wege aufzuzeichnen. Das erfordert ein tiefes Graben und Nachfragen.

Um herauszufinden, wer wirklich euer Kunde für das Problem ist, das ihr untersucht, ist Marktforschung eine absolut sinnvolle und hilfreiche Ergänzung. Dadurch können Märkte vorsegmentiert werden. Rausgehen und fragen müsst ihr aber trotzdem.

Und das führt zu einem weiteren Problem: Oft glauben die TeilnehmerInnen unserer Beratungen und Workshops, das es nur eine Chance gibt, um mit Menschen in Kontakt zu kommen. Dem ist aber nicht so. Da Design Thinking ein iterativer Prozess ist, der man mehrmals durchlauft, gibt es immer wieder die Chance, mit Menschen zu sprechen und neue Informationen zu generieren.

Die eigentliche Herausforderung des Designer Thinkers liegt darin, die wahren Bedürfnisse des Kunden herauszufinden und nicht locker zu lassen. Dafür braucht es ein offenes Mindset und ein Gespür für das Gegenüber.

Buchempfehlung

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DT354: Unsere Erkenntnisse aus dem Jahr 2020

In dieser Episode rund um den Jahreswechsel geht es um vertrackte Probleme, Empathie in der Online-Welt und veränderte Bedürfnisse, denen ihr euch bewusst sein solltet. Los geht’s mit einem Jahresrückblick 2020.

Wie jedes Jahr seit Beginn unseres Podcast erzählen wir euch in dieser Episode, was uns persönlich in diesem Jahr am meisten bewegt und interessiert hat. Warum sich Ingrid wieder auf Fragen und Empathie fokussieren wird und wieso Peter sich „entschleunigt“ fühlt, wird dabei genauso besprochen, wie der aktuelle Umgang mit Covid 19.

Viel Spaß und ein gutes neues Jahr!

Das Video der Episode gibt es auf YouTube.

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DT353: Arbeiten in Gelb

Design Thinking & die neue Arbeitswelt

Unsere Arbeitswelt ist in Veränderung. Jobs verschwinden, neue entstehen – und das hat Auswirkungen auf uns Menschen und die Systeme, die wir erschaffen haben. In dieser Episode geht es darum, wie wir unsere Arbeitswelt anpassen müssen, damit wir diese Veränderungen bewusst gestalten können. Wir nennen es „Arbeiten in Gelb“.

Die Bedeutung der Farbe Gelb

  • Gelb ist die leuchtendste aller Farben des Spektrums. Es ist die Farbe, die unsere Aufmerksamkeit mehr als jede andere Farbe auf sich zieht.
  • In der Natur ist Gelb die Farbe von Sonnenblumen, Narzissen, Zitronen, Bienen.
  • In unserer heutigen von Menschen geschaffenen Welt ist Gelb die Farbe der Simpsons, dem Trikot des Tour de France-Gewinners, Post-its,
  • Gelb ist die Farbe des Glücks, des Optimismus, der Erleuchtung, der Kreativität, des Sonnenscheins
  • Gelb ist aber auch die Farbe der Feigheit, des Verrats, des Egoismus.
  • In fast jeder Kultur steht Gelb für Sonnenschein, Glück und Wärme: Gelb ist die Farbe, die in vielen Religionen (Hinduismus und altes Ägypten) am häufigsten mit der Gottheit in Verbindung gebracht wird.
  • Gelb ist die Farbe von Ampeln und Schildern, die weltweit auf Vorsicht hinweisen.
  • In Japan steht Gelb oft für Mut.
  • In China werden Erotikfilme als gelbe Filme bezeichnet.
  • In Russland war ein umgangssprachlicher Ausdruck für eine Irrenanstalt „gelbes Haus“.
  • Diejenigen, die während der Inquisition zum Tode verurteilt wurden, trugen Gelb als Zeichen des Verrats.
  • Das menschliche Auge verarbeitet zuerst Gelb. Dies erklärt, warum es für Warnschilder und Rettungsfahrzeuge verwendet wird.

Gelb bei Spiral Dynamics

Die gelbe Phase steht für Flexibilität, Integration und Individualität. Gelb ist auch die erste Stufe, die die Erkenntnis hat, dass der Kollektivismus keine Generallösung ist und Autorität eine ähnliche Berechtigung hat wie das freie Zusammenspiel.

Unser Gelb – Design Thinking ist Arbeiten in Gelb

Selbstmanagement, Selbstmotivation, Selbstverantwortung

Wir tragen primär selbst die Verantwortung, das ist aber leichter gesagt, als getan. Zu viele wollen das gar nicht.

  • Wenn man diese Selbstorientierung nicht integriert, funktioniert unserer Meinung nach die neue Arbeitswelt nicht.
  • Es geht darum, Wissen zu sammeln, sich auszutauschen, offen zu kommunizieren und sich aktiv einzubringen.
  • Dafür müssen wir aber neugierig sein. Denn wenn wir nicht neugierig und offen sind, bleibt alles beim Alten.
  • Die Organisationen sind gefordert, die individuellen, menschlichen Fähigkeiten möglichst gut zu nutzen und gewinnbringend einzusetzen.
  • Dafür braucht es flache Hierarchien und kleine Units, die je nach Aufgabe zusammenarbeiten und sich auch wieder trennen, virtuelle Teams.
  • Wenn die Organisation nicht mitwächst, torpediert sie jede Veränderung „Die Organisation schlägt zurück“ (Stundenerfassung, Mitarbeitergespräche, KPIs, etc.).
  • Wir dürfen aber nie auf Kosten anderer agieren, sondern sollten den Sinn darin finden, Probleme zu lösen und anderen beim Wachsen zuzusehen.

Das ist für uns Arbeiten in Gelb. Wir freuen uns darauf auch 2021 mit viele Organisationen (und vor allem mit den Menschen die darin arbeiten) spannende Veränderungen ins Leben zu rufen. Wir machen das gerne mit Design Thinking, weil man so „Arbeiten in Gelb“ an einem abgegrenzten Projekt erleben kann (ohne viel Gefahr, weil es nur innerhalb des Projekts passiert). Da ist das Risiko kleiner, aber alle Teammitglieder können es erleben, was es heißt.

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DT352: Die neue Arbeitswelt

Spiral Dynamics: Das gelbe Level

Leben ist Veränderung. Und auch die Arbeitswelt ist einer stetigen Veränderung unterworfen, die sich in den letzten Jahren sogar noch beschleunigt hat. Wenn sich rund um uns herum die Dinge verändern, dann müssen wir mitwachsen. Oder anders herum betrachtet: Wenn wir wachsen, dann können wir auch unser Umfeld gezielter gestalten. Wie unser persönliches Wachstum und das unserer Arbeitswelt aussehen kann besprechen wir heute. Und dabei spielt die Farbe gelb eine große Rolle!

Was ist Spiral Dynamics

Spiral Dynamics befasst sich mit den Wertvorstellungen, Überzeugungen und Handlungen des Einzelnen. Das Konzept entstand in den 1930er Jahren (Dr. Clare Graves), der allerdings bereits vor der Veröffentlichung seiner Theorie gestorben ist. Erst sein Schüler, Dr. Don Beck, holte im Jahr 1996 diese Theorie wieder hervor. Spiral Dynamics versucht zu erklären, warum Reaktionen und Motivationen der Menschen so unterschiedlich ausfallen.

Die einzelnen Levels

  • Beige: Der individuelle Überlebenskampf, bei dem die Umwelt kaum wahrgenommen wird. Es wird vielmehr auf Reize reagiert, um zu überleben. Als Mensch sind wir noch vollkommen pflegebedürftig und der Umwelt ausgeliefert.
  • Purpur: Die Familie und das magisch-mystische Weltbild. Im Vordergrund steht das Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit. Um in dieser Situation Dingen eine Bedeutung geben zu können, entwickelt das Hirn ein magisches Weltbild.
  • Rot: Das Gesetz des Stärkeren: Es wird die Freude am Leben gefunden, wobei jeder sich selbst der nächste ist. Gemäß dem Motto Auge um Auge, Zahn um Zahn. Hier ist auch die erste wirkliche Ich-Wahrnehmung.
  • Blau: Hierarchie und Disziplin ist alles: Regeln werden entdeckt und Gesetze für ein gemeinsames Zusammenleben aufgestellt. Es gibt eine klare Vorstellung von richtig und falsch, andere Ordnungen werden nicht erduldet. Es herrschen soziale Hierarchien, Impulsivität wird durch Schuld kontrolliert.
  • Orange: Wettbewerb und der eigene Erfolg: Die äussere Autorität wird ersetzt durch den Glauben an Selbstbestimmtheit. Es zählt auch wieder der persönliche Erfolg. Der Mensch auf dieser Stufe ist fähig sich in Selbstdisziplin zu üben, um langfristige Ziele zu erreichen. Allerdings heiligt der Zweck auch die Mittel und das, was funktioniert, ist richtig und damit gut. Der Massstab für Bewertungen ist das Erreichen der eigenen Ziele.
  • Grün: Das Gemeinsame ist wichtiger als sich selbst zu behaupten. Kooperationen sind wichtiger als der Wettbewerb. Alle sind gleich und haben die selben Rechte. Auf dieser Stufe erwacht auch das Mitgefühl und Entscheidungen werden nicht mehr einzig aufgrund von Fakten getroffen, sondern auch in Bezug auf Werte und Gefühle.
  • Gelb: Selbstverwirklichung ist gut und wichtig, aber niemals auf Kosten anderer. Alles ist im Fluss und eine ständige Transformation. Es existiert nur die Veränderung. Zeit für Netzwerken, weil der Mensch begreift, dass er mit anderen verwoben ist. Die Menschen beginnen systematisch zu denken und zu handeln. Flexibilität und Funktionalität sind wichtig, Wissen und Kompetenz tritt an die Stelle von Macht und Status. Angst ist nicht mehr wirklich handlungsbestimmend.
  • Türkis – Akzeptanz der Grenzen des Verstandes: Es gibt viel mehr, als wir jemals begreifen werden. Hier ist die Idee der bestmöglichen Welt.
  • Koralle – noch in Entstehung

Weiterführende Links

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DT351: So bekommt ihr wieder mehr Freude an der Arbeit

Ein Beispiel für die SCAMPER-Methode

Alles, was man regelmäßig macht, wird irgendwann einmal langweilig. Man verliert die Kreativität, die Freude. Was könnt ihr tun, damit euch euer Job wieder mehr Freude macht?

In jedem Bereich in unserem Leben kommt es irgendwann einmal an den Punkt, an dem es keinen Spaß macht. Das ist normal und sollte dir keine Sorgen machen. Wenn du aber dauerhaft in dieser Demotivation steckst, dann solltest du was ändern. In dieser Episode geht es nicht um große Änderungen (Kündigung, etc.), sondern um die kleinen.

Tipps

Der beste Tipp, den wir dir mitgeben wollen, damit du wieder mehr Spaß in und an deiner Arbeit hast, ist eine neue Methode auszuprobieren. In dieser Episode zeigen wir dir die Anwendung der SCAMPER-Methode.

Was ist SCAMPER?

Bob Eberle hat 1997 SCAMPER eine Kreativitätstechnik entwickelt, bei der die Anfangsbuchstaben als Akronynm verwendet werden, um neue Ideen zu entwickeln. SCAMPER wird bei bestehenden Produkten oder Lösungen eingesetzt.

Substitute:

Was kann ersetzt werden? Durch die Suche nach Ersatz entstehen oft neuen Ideen. Du kannst Orte, Prozesse, aber auch Ideen und Menschen austauschen. Frage dich dazu:

  • Kann ich alle Teile ersetzen oder ändern?
  • Kann ich Dinge teilweise ersetzen?
  • Können die Regeln geändert werden?

Mögliche Ideen:

  • Neues Arbeitsgerät (Neues Notebook? Neue Schreibtischlampe, neuer Tisch, neues Plakat das inspiriert)
  • Statt Mac mit Windows oder (umgekehrt)
  • An einem anderen Ort arbeiten (mit Kollege tauschen, oder im Homeoffice einen ungewohnten Ort aufsuchen, Badewanne)
  • Mit anderen Leuten treffen/arbeiten/essen gehen (oder zoom-Meetings machen)
  • Job für einen Tag/Woche tauschen
  • Einen Tag ohne Computer arbeiten, nur Papier!
  • Statt Powerpoint alles mit Lego nachspielen
  • Webkonferenz ohne Powerpoint, nur Papier in die Kamera halten

Combine:

Was kann kombiniert werden? Frage dich dazu:

  • Welche Ideen oder Teile können miteinander kombiniert werden?
  • Kann ich seine Teile des Zwecks oder des Gedankens miteinander kombinieren oder anders kombinieren?
  • Kann ich es mit anderen Objekten kombinieren oder fusionieren?

Mögliche Ideen:

  • Zwei Arbeitsschritte kombinieren (wenn ihr z.B., Webdesigner seid und normalerweise zuerst einen Prototypen erstellt und den dann dem Kunden präsentiert, warum nicht in einer Videosession gemeinsam mit dem Kunden den Prototyp erstellen?)
  • Kochen und dabei arbeiten (Webkonferenz)
  • Spazierengehen und dabei arbeiten
  • Laufband und dabei arbeiten (Webkonferenz!)

Adapt:

Was kannst du aus anderen Bereichen übernehmen? Oft ist die Lösung des Problems schon irgendwo da draußen. Du musst die Antwort nur auf dein Problem umlegen. Frage dich dazu:

  • Gibt es bereits etwas Ähnliches?
  • Gibt es so etwas wie das hier in einem anderen Kontext?
  • Welche Ideen könnte ich übernehmen?

Mögliche Ideen:

  • Möbel einfach woanders hinstellen
  • Wenn ihr Projektmanager seid, mal anders an ein Projekt herangehen
  • Andere Methoden einsetzen

Magnify/Minify:

Denke an Möglichkeiten, um deine Idee zu vergrößern, zu übertreiben oder zu verkleinern. Das kann zu neuen Erkenntnisse führen und zeigen, welche Komponenten wirklich wichtig sind. Frage dich dazu:

  • Was kann größer oder kleiner gemacht werden?
  • Was kann übertrieben oder hoch angesetzt werden?
  • Kann ich mehrere Kopien machen oder einen Schritt verkleinern?

Mögliche Ideen:

  • Magnify: Mehrere Bildschirme
  • Minify: Nur am Handy arbeiten
  • Einen Arbeitsschritt 10x so schnell erledigen, wie sonst
  • Bücher sind oft so gedacht: Es gibt Bücher, für Leute, die schwer lesen können mit großen Buchstaben, Bücher für Kinder, die man kratzen und riechen kann, Bücher mit Plastikseiten, die Babys in den Mund nehmen können etc.

Put to other uses:

Überlege, wie du deine aktuelle Idee für andere Zwecke verwenden oder anders denken oder von woanders verwenden kannst. Frage dich dazu:

  • Wie würde ein Kind es verwenden? Eine ältere Person?
  • Gibt es andere Möglichkeiten, um es in seiner jetzigen Gestalt oder Form zu benutzen?
  • Gibt es noch andere mögliche Verwendungen, wenn es geändert wird?

Mögliche Ideen:

  • Wie würde ein Kind meine Arbeit machen?
  • Was würde ich anders machen, wenn ich ganz neu wäre?
  • Webkonferenz anders nutzen: Statt Treffpunkt in der Betriebsküche => Morgenkaffe über Zoom
  • Wie kann man Dinge, die man wegwerfen würde, noch anders verwenden? Als Dekoelement, als Vase etc.

Eliminate:

Was könnte passieren könnte, wenn du Teile deiner Idee beseitigen oder minimieren würdest? Vereinfache, reduziere oder beseitige Teile deiner Idee. Durch wiederholtes Zerkleinern deiner Ideen, findest du heraus, was wirklich wichtig ist. Frage dich dazu:

  • Wie kann ich es vereinfachen?
  • Welche Teile können ohne ihre Funktion zu verändern entfernt werden?
  • Können die Regeln geändert werden?

Mögliche Ideen:

  • Dinge entfernen, die euch immer schon gestört haben (im Büro, oder einen Arbeitsschritt der euch nervt)
  • Online-Shopping ist so entstanden
  • Sinnlose Statusmeetings
  • Powerpoint

Rearrange:

Überlege, was du tun würdest, wenn ein Teil des Problems, Produkts oder Verfahrens in umgekehrter Reihenfolge bearbeitet werden würde. Frag dich dazu:

  • Was könnte eine bessere Anordnung sein?
  • Kann ich Komponenten austauschen?
  • Kann ich die Ursache und Wirkung tauschen?

Mögliche Ideen:

  • Das Büro umstellen
  • Statt am Tag in der Nacht arbeiten
  • Statt als erstes die E-Mails zu bearbeiten, bearbeite sie zu einem anderen Zeitpunkt
  • Ändern der Zeitpläne oder der Abfolgen

Nächste Episode: Die neue Arbeitswelt

Möglicherweise stehen wir vor großen Veränderungen in der Arbeitswelt. Eigentlich ist das Ende der aktuellen industrielle Revolution (3. oder 4.) noch gar nicht absehbar. Und einmal mehr wird sich die Art der Arbeit verändern. Was sich dadurch ebenso ändern wird, ist die Kultur, die diese Arbeit ermöglicht. Wenn ihr wissen wollt, was die Farbe gelb damit zu tun hat, dann solltet ihr die nächste Episode hören!

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DT350: Du definierst deinen Job selbst

Wieder mehr Erfolg und Spaß bei der Arbeit

Die Situation

Viele Menschen sehen sich einer unglücklichen Situation gegenüber und befinden sich in Jobs, die nicht so sind, wie sie es sich vorgestellt haben. Es ist ganz normal, dass man im Job auch mal Durchhänger hat und man nicht jeden Tag zu 100% Spaß bei der Arbeit hat. Wenn du aber zu viele Aufgaben hast, die nicht passen, bist du wahrscheinlich enttäuscht und wütend und hast das Gefühl, dass es nicht der Job ist, auf den du dich beworben hast. Bevor du dich jedoch beschweren gehen willst oder gar den Job hinschmeißen möchtest, atme kurz durch und überlege, ob du nicht deinen Job selbst definieren kannst.

Wenn wir von „Arbeiten in Gelb“ sprechen, dann meinen wir damit Selbstbestimmung, Selbstverantwortung und damit auch mehr Erfolg und Spaß bei der Arbeit.

Drei Reaktions-Möglichkeiten, wenn der Job keinen Spaß mehr macht

  1. Du kannst dich beschweren. Dann aber liegt Lösung ist im Außen, du gibst dabei die Kontrolle ab.
  2. Du kannst kündigen. Dann ist die Lösung selbstbestimmt, aber die Wahrscheinlichkeit, dass du im nächsten Job dasselbe Problem haben wirst, ist sehr groß.
  3. Oder du definierst deine Arbeit selbst. Dann agierst du selbstbestimmt und das funktioniert (fast) immer.

Überlege, was schief läuft

  • Es ist unwahrscheinlich, dass du bei der Jobbeschreibung getäuscht worden bist. Viel öfters ist das Problem, dass es unterschiedliche Wahrnehmungen, Missverständnisse oder schlechte Kommunikation gibt, die dazu führen, dass deine Aufgaben nicht mit deiner Stellenbeschreibung übereinstimmt.
  • Begib dich mal in die Rolle der Personalabteilung oder der Führungkräfte, die die Stelle ausgeschrieben haben: Hat jemand von diesen Personen schon einmal genau in dieser Stelle gearbeitet? Vermutlich nicht. Deswegen ist fast jede Stellenbeschreibung keine „Selbstbeschreibung“, sondern eine „Fremdbeschreibung“ – mit den entsprechenden „Fehlern“.
  • Es hängt auch viel von der Unternehmenskultur selbst ab, wie Jobs definiert werden. Arbeiten in Gelb bedeutet für uns viel Mitbestimmung durch das Team. Die Jobs werden also durch die Menschen definiert, die diesen Job machen, nicht durch die Personal-Abteilung oder den/die Chef/in.
  • Wenn du dich in den Anfängen eines neuen Jobs befindest und denkst, dass es nicht das ist, was du machen willst, dann gib dir selbst noch ein wenig Zeit. Es dauert im Durchschnitt ca. 90 Tage, bis wir uns in eine neue Umgebung eingefühlt haben.
  • Anstatt diese 90 Tage einfach abzuwarten, kannst du sie auch bewusst nutzen (das geht übrigens auch dann, wenn du deinen Job schon länger hast, wird aber schwieriger)

So definierst du deinen Job

  • Rede mit deinem Team und definiere mit ihnen die Aufgaben neu. Schau dir dazu an, was die anderen von dir in deiner Rolle erwarten. Sprich mit anderen Personen und überlege, wo die Probleme für dich auftreten, was sich nicht gut anfühlt etc.
  • Wenn es andere Personen gibt, die einen ähnlichen Job wie du haben, dann sprich auch mit ihnen und frag, wie sie sich entwickelt haben und ob es das ist, was sie sich vorgestellt haben, als sie begonnen haben.
  • Mach es einfach: Denke daran, dass du am produktivsten bist, wenn du glücklich bist und Spaß bei der Arbeit hast. Es wäre unverantwortlich, wenn du weiter „Dienst nach Vorschrift“ machst und dabei dein Potential nicht ausleben kannst.
  • Übernimm stattdessen die Verantwortung für dein Handeln und mach auch mal Dinge, bei denen du der Überzeugung bist, dass sie jetzt für die Organisation wichtig sind, auch wenn sie nicht in der deiner „Jobbeschreibung“ stehen. Vergiss nicht, dass dieses meistens von „Outsidern“ geschrieben wurde!

Was spricht gegen Selbstverantwortung?

Arbeiten in Gelb bedeutet für uns Selbstverantwortung, aber das Konzept der Selbstverantwortung ist gar nicht so einfach zu leben:

  • Führungskräfte sind gefordert loszulassen: Es ist einfach als Führungskraft zu sagen „ihr sollte mehr selbstverantwortlich arbeiten“, aber es ist schwierig zuzulassen, dass die Mitarbeiter dann tatsächlich selbst entscheiden.
  • Für die MitarbeiterInnen bedeutet Selbstverantwortung auch mehr Risiko, es gibt dann nicht die Ausrede: „Aber die Chefin/der Chef hat das aber gesagt“.

Den Job selbst zu definieren, gibt dir die Kontrolle zurück. Es sorgt dafür, dass du deinen Job und dein Umfeld aktiv mitgestaltest – so findet sich ein neues Optimum wie Arbeit funktioniert. Und das ist langfristig für alle gut – und führt zu mehr Erfolg und Spaß bei der Arbeit.

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